Dienstag, 17. Januar 2012

Näh-Fragezeichen Nr. 23

Ich habe heute beim Surfen den Blog crafteln gefunden.
Dort wird dienstags immer eine bestimmte Frage gestellt, das Näh-Fragezeichen.
Das aktuelle ist das Näh-Fragezeichen Nr. 23:



Vintage-Kleidung 
Warum nähen politisch sehr bewußte und kritisch denkende Frauen Vintagekleidung aus den 40ern bis 60ern. Warum wird die Mode aus der Zeit, in der Frauen eher unterdrückt wurden, zum Vorbild? Kann die Mode getrennt von der gesellschaftlichen Situation gesehen werden, in der sie entwickelt und getragen wurde? Was macht sie so anziehend?
 
Spontan fällt mir folgendes ein:
Ich liebe die Filme aus der Zeit, z.B. mit Doris Day, Audrey Hepburn und so (ich weiß, ich oute mich hier...).  Die Mode damals war wunderschön. Weil sie das weibliche betont hat, anmutig war, sinnlich, elegant, ohne ordinär oder billig zu erscheinen.
Später in den 70er + 80er Jahren, als die Frauen emanzipierter wurden, habe ich den Eindruck, daß die Mode auch trotziger und aufmüpfiger war, auf Konfrontation aus, und nicht einen lieblichen Eindruck erwecken wollte (und häßlicher war sie... über die Maßen...).
Ich kann mir vorstellen, daß sich heutzutage - über 50 Jahre später -  politisch sehr bewußte und kritisch denkende Frauen sich trotzdem und ebenso Ihrer äußeren Erscheinung bewußt sind und sich nicht häßlich anziehen wollen. Sie haben es nicht nötig, über die Kleidung revolutionär zu wirken. Sie "stehen schon darüber", und können sich wieder weiblich anziehen und trotzdem "ihren Mann" stehen, ohne das Heimchen am Herd darzustellen.

- Ich muß gestehen, ich habe hier die Frage spontan beantwortet, ohne eine einzige Antwort der anderen Teilnehmer vorher zu lesen. Das werde ich gleich nachholen und schauen, ob andere ähnlich denken. Das könnt ihr auch tun, siehe oben die Links.

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