Mittwoch, 6. August 2014

diy Beading Mat oder Tochter meines Vaters

Heute habe ich Kleinkram aufgeräumt.
Ja, sowas kommt vor.
Da mich der Perlenwahnsinn wieder gepackt hat (übrigens war das immer wieder der Fall, ich habe einen Beweis aus dem Jahr 1984 gefunden, da war ich 19!), wollte ich ein Regalbereich dafür freiräumen.

Und bei der Aufräumerei habe ich mal schnell eine Perlenunterlage (diy beading mat) gebastelt.
Vorher habe ich gerne den Deckel einer Dose genommen, nur blieb dann die Dose offen rumliegen.

Also war folgendes schnell gemacht:
Frau gehe in den Keller und suche einen alten Bilderrahmen, vorzugsweise aus Holz, in der passenden Größe.
Nach ausgiebigem Schwelgen in Erinnerungen beim Betrachten des innenliegenden Bildes wird dieses schnell entfernt. Und statt des Glases wird ein Vlies oder Fleece oder was sonst zur Hand ist in den Rahmen gespannt. Ich habe ein Bodenwischtuch genommen, das ist unelastisch.
Rahmen wieder zusammengebaut und an einer kurzen Seite mittig ein Nagel eingeschlagen.
Daran kann eine Buchklemme gehängt werden, die als Dritte Hand dient.
Schnell noch eine Nadelmaus genäht und gestopft (aus einem 10 x 10 cm Stück Stoff) und fertig ist meine eigene Perlenunterlage.


Dabei mußte ich - weil ich eine Zange und ein Hammer von ihm benutzte (die Pinzette im Bild war auch mal seine) - an meinem Papa denken.
Ich bin eindeutig und unleugbar seine Tochter.
Die Kreativität habe ich von ihm geerbt.
Er war zwar in einem anderen Bereich tätig, aber ebenso verrückt wie ich.
Nur hat er, statt der 196sten Tasche neu zu nähen, irgendein Meßgerät zusammengelötet, das aber in jedem Elektroladen bereits zu kaufen gibt (genauso wie Taschen...). Aber SEIN Gerät war eben maßgeschneidert auf SEINE Bedürfnisse, so wie bei mir die Taschen oder der Schmuck.
Ebenso hat er kleine Dosen beschriftet oder Tütchen sortiert mit zig Bauelementen, Widerständen, Kondensatoren, Transistoren, Dioden oder was weiß ich noch alles - ich benutze teilweise die gleichen kleinen Dosen und Tütchen für Perlen, Ösen, Verschlüsse.

Das ist ein tröstendes Gefühl, daß ein Teil von ihm in mir weiterlebt.

Heute war ich mit meiner Tochter beim Bauhaus, um eine Sortierbox für ihre Loom Bands zu kaufen.
Ich hoffe, ich habe auch einen Teil dieser Kreativität weitervererbt.

Das Armand auf dem Bild ist dieses hier.
Und das gelbe Ding ist ein Stück eines Tupperware-Glasöffner-Gummihilfe-Dings, uralt, gehörte schon meiner Oma. Die Ränder waren schon seltsam, da habe ich ein Stück abgeschnitten und benutze es als Nadelgreiferhilfe. Super!

NACHTRAG: 
Ich habe diese Perlenunterlage weiter verbessert,
siehe diesen Post.

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